Testament alleine genügt nicht für Erben der zweiten Säule

Ein unverheiratetes Paar muss der Pensionskasse melden, wenn im Todesfall der Hinterbliebene das Pensionskassengeld erben soll. Es genügt nicht, den Partner im Testament als Alleinerbe einzusetzen.

Der Mann hatte seine Partnerin in seinem Testament von Ende 2013 als Alleinerbin und Willensvollstreckerin eingesetzt. Das genügt laut Bundesgericht jedoch nicht. Die Richter argumentieren, das Erbrecht umfasse die Ansprüche auf Guthaben der beruflichen Vorsorge nicht.

Wer seinen Partner dennoch begünstigen wolle, müsse dies der Pensionskasse melden und im Testament ausdrücklich auf die berufliche Vorsorge hinweisen. Werde die Partnerin aber «bloss als Erbin eingesetzt», lasse dies nicht darauf schliessen, dass auch die Pensionskasse eingeschlossen sei – selbst dann nicht, wenn die Partnerin als Alleinerbin bestimmt werde.