Bundesgericht präzisiert die Mindestdauer eines Steueraufschubes infolge Ersatzbeschaffung bei der Grundstückgewinnsteuer

Eine mögliche Grundstückgewinnsteuer infolge Verkauf des selbstgenutzten Wohneigentums kann ganz oder teilweise aufgeschoben werden, wenn erneut Wohneigentum erworben wird mit dem Ziel, dieses selbst und dauernd als Hauptwohnsitz zu benutzen.

Im hier erwähnten Entscheid musste das Bundesgericht beurteilen, ob ein Wegzug nach 22 Monaten aus dem Ersatzobjekt den Steueraufschub aufhebt und die Steuer des Erstverkaufes auslösen würde.

Aufgrund des verbindlich festgehaltenen Sachverhalts erfüllte der Beschwerdeführer die Anforderungen an die Wohnsitznahme und hat dementsprechend das neu erworbene Wohneigentum dauernd und ausschliesslich selbstgenutzt. Er hätte seinen neuen Wohnsitz sogar begründet, wenn er von Beginn an vorgehabt hätte, dort nur 22 Monate zu verweilen.

Auch stellt sich die Frage eines Rechtsmissbrauchs nicht, bei dem der Steueraufschub zu verweigern gewesen wäre, wie die Vorinstanz verbindlich festgehalten hat, denn der Beschwerdeführer musste nachträglich aufgrund äusserer Umstände den Wohnsitz erneut verlegen.

In der Folge lässt die Finanzdirektion des Kantons Zürich den Passus der 5-Jahres-Frist für den Wegfall des Steueraufschubes bei Zweckentfremdung im Rundschreiben vom 31. März 2014 an die Gemeinden anpassen.
(Quelle: BGer 2C_306/2016)