Schenken Eltern ihren drei Kindern je 3 Mio. Franken und lassen sich von diesen je 2 Mio. Franken in Form von verzinslichem Darlehen zurück geben, liegt eine Steuerumgehung vor.

Es ist zwar durchaus üblich, dass Eltern ihren Kindern Erbvorbezüge als Schenkungen ausrichten. Auch das Aufnehmen eines von den Kindern gewährten Darlehens erscheint für sich genommen nicht ungewöhnlich. Die zeitgleiche Vornahme der beiden Rechtsgeschäfte ist indessen als ungewöhnlich zu bezeichnen.

Dies gilt auch im vorliegenden Fall, in welchem für die gewählte Rechtsgestaltung keine aussersteuerlichen Gründe erkennbar sind. Für die gewählte Kombination von Schenkungen mit anschliessender Darlehensgewährung in einem erheblichen Teilbetrag seien ausschliesslich Steuerersparnisgründe ersichtlich.

Die Darlehensschulden in der Höhe von 6 Mio. Franken werden daher nicht anerkannt und der Schuldenabzug nicht zugelassen.
(Quelle: BGer vom 3. April 2017 / 2C_842/2016)